Angstpatienten


Zahnarztphobie
Vorsorge - Prophylaxe Wer geht schon gerne zum Zahnarzt? Die meisten Menschen müssen sich dazu überwinden. Viele haben allerdings auch regelrecht Angst und vermeiden daher den oft überfälligen Zahnarztbesuch. Sollten Sie zu diesem Personenkreis gehören, können Ihnen folgende Anregungen weiterhelfen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Angstpatienten zu helfen, ihre Angst zu überwinden oder trotz ihrer Angst die notwendige Zahnbehandlung durchführbar zu machen. Niemand muss mehr schmerzhafte bzw. quälende Zahnbehandlungen über sich ergehen lassen. Vergewissern Sie sich davon, indem Sie sich über die vielfältigen Methoden schmerzfreier Behandlung informieren (von der Lokalanästhesie über Lachgas, der Vollnarkose bis hin zur Hypnose. Machen Sie sich bewusst, dass Sie sich weniger vor dem Zahnarzt fürchten als vielmehr vor der Behandlung. Sprechen Sie möglichst von einer "Zahnbehandlungsphobie". Finden Sie heraus, was Ihnen die meiste Angst bereitet: http://www.angst-auskunft.de.

Zahnbehandlungen können zudem in vielfältiger Weise Ihren Wünschen angepasst werden, etwa durch eine Aufteilung in mehrere kleine Sitzungen (z.B. 1. Sitzung „Vorgespräch“, 2. Sitzung „Zahnsteinentfernung“, 3. Sitzung „Sanierung“).


Lokalanästhesie

Die Lokalanästhesie dient der Ausschaltung der Schmerzempfindung in einem örtlich begrenzten Bereich. Im Gegensatz zur Regionalanästhesie wird nicht ein gesamter Nerv oder ein Nervengeflecht betäubt, sondern nur die Nervenendigungen in einem kleinen Gebiet. Die dazu verwendeten Medikamente heißen Lokalanästhetika. Die Techniken der Lokalanästhesie sind je nach Anwendungsbereich unterschiedlich:
  • Oberflächenanästhesie
    Das Lokalanästhetikum wird auf die Schleimhautoberfläche aufgebracht und erreicht die in der Oberfläche liegenden Nervenendigungen. Die betäubende Wirkung beschränkt sich dabei auf die Schleimhaut, so dass diese Form der Anästhesie nur für Oberflächige Eingriffe geeignet ist oder aber für Patienten die eine Injektion nicht tolerieren. Dabei wird vor der eigentlichen Betäubung das Lokalanästhetikum aufgebracht, so dass die eigentliche Injektion kaum verspürt wird.

  • Infiltrationsanästhesie
    Das Lokalanästhestikum wird direkt im Operationsgebiet injiziert und verteilt sich anschließend im Weichgewebe. Die Infiltrationsanästhesie wird immer dann angewendet, wenn dadurch am Eingriffsort eine ausreichende Konzentration des Lokalanästhetikums erzielt werden kann.

  • Leitungsanästhesie
    Bei der Leitungsanästhesie erfolgt die Injektion des Lokalanästhestikums in die unmittelbare Umgebung eines größeren Nervenstammes, so dass eine Lokalanästhesie im Versorgungsbereich dieses Nerven eintritt. Vorteile der Leitungsanästhesie sind eine komplette Anästhesie und eine optimale Wirkdauer, sowie eine vergleichsweise geringe Dosis des Lokalanästhestikums.



Lachgas

Unsere Praxis ist spezialisiert in der Behandlung mit Lachgas.

mehr Informationen zu Lachgas »


Sedierung

Durch bestimmte zentral wirkende Arzneimittel (Psychopharmaka) kann der Patient eine gewisse innere Distanz zur Behandlung erreichen, die Angst wird verdrängt und auch länger dauernde Eingriffe sind leichter durchzustehen. Solche Medikamente werden häufig auch vor Narkosen oder Darmspiegelungen verabreicht. Wenn eine solche (Prämedikation erwogen wird, sollte das mit dem behandelnden Zahnarzt besprochen werden, der gegebenenfalls noch einen Arzt einschalten kann. Bei Kindern sollten die Eltern auch Rücksprache mit dem Kinderarzt halten. Diese Medikamente stehen als Tabletten oder als Tropfen und für Kinder auch als Zäpfchen zur Verfügung. Sie helfen nicht, die bestehende Angst wirklich zu überwinden, sie machen die Angst nur erträglich und lassen sie anschließend vergessen.

Wir beraten Sie gerne und stehen mit unserem Wissen Ihnen zur Seite.


Weitere Möglichkeiten, die nicht in unser Leistungsspektrum fallen

Vollnarkose

Vollnarkose wird zuweilen bei Eingriffen angewandt, die nur einmalig durchgeführt werden müssen. So werden häufiger bei ängstlichen Jugendlichen alle Weisheitszähne auf einmal unter Narkose entfernt, die Behandlung von Behinderten ist oft auch nur unter Vollnarkose durchführbar. Die Angst vor dem Eingriff wird bei Narkoseanwendung nicht langfristig herabgesetzt; wenn Behandlungen also wiederkehrend erfolgen (wie z.B. Zahnfüllungen), ist es sinnvoller zu lernen mit seiner Angst umzugehen und sie durch eine entsprechende Verhaltenstherapie oder durch Hypnose abzubauen.
Während chirurgische Eingriffe und auch Füllungstherapie bei Kindern unter Vollnarkose durchaus gut durchführbar sind, sind umfangreiche prothetische Maßnahmen in qualitätsvoller Art und Weise nur schwer oder gar nicht durchführbar. Bei anderweitig nicht zu behandelnder Dentalphobie, extremem Würgereiz, allergischen Reaktionen auf Lokalanästhetika oder mangelnder Anästhesiewirkung kann die Vollnarkose ein Ausweg sein, ehe der Zahnarztbesuch für Patient und Behandler zum Horrortrip wird. Narkosen werden vom entsprechend ausgebildeten Arzt durchgeführt. Bei einer geplanten Vollnarkose wird der Patient im Vorfeld vom Anästhesisten gründlich auf seine Narkosefähigkeit untersucht. Der personelle und apparative Aufwand für eine Narkose ist groß, entsprechend treten Kosten auf, die in manchen Fällen auch vom Patienten selbst getragen werden müssen. Narkosen sind heute ein sehr sicheres Verfahren, es können allerdings Übelkeit und Erbrechen als Nebenwirkungen auftreten. Nach einer Narkose muss der Patient noch einige Zeit überwacht werden, bis er wieder nach Hause gehen kann. Die Reaktionsfähigkeit ist eingeschränkt, er darf nicht Auto fahren oder verantwortliche Tätigkeiten ausführen.


Unterstützende Methoden:

  • Akupunktur
    Akupunktur kann unterstützend in der Zahnheilkunde angewandt werden. Bei folgenden Indikationen kann das Setzen von Akupunkturnadeln hilfreich sein: ausstrahlenden Schmerzen bei Kiefergelenksfehlfunktionen, Geschmacksstörungen, Prothesenunverträglichkeit, bei Aphthen und besonders auch zur Reduktion des Würgereizes während der zahnmedizinischen Behandlung. Durch Akupunktur können Verspannungen gelöst und damit Angstgefühle herabgesetzt werden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e. V.: www.akupunktur-information.de

  • Hypnose
    Hypnosebehandlungen werden von entsprechend ausgebildeten Zahnärzten mit guten Efolgen durchgeführt. Der Patient wird durch die Hypnose in einen leicht tranceähnlichen Zustand versetzt, ist aber noch ansprechbar und fähig, Entscheidungen zu treffen. Anspannung, Angst und Schmerzempfinden des Patienten werden vermindert. Die Anwendung von Hypnosetechniken macht es möglich, die Zahnbehandlung so angenehm zu gestalten, dass die Patienten sich während der Behandlung in einen tiefen Entspannungszustand begeben können und sich danach frisch und erholt fühlen.
Weiterührende Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

www.zahnbehandlungsangst.de
www.zahnarzt-angst-hilfe.de